Im Salon ist das Telefon immer die zweitwichtigste Sache.
Ein Friseursalon lebt davon, dass die Stühle belegt sind. Genau dann ist aber niemand frei, um ans Telefon zu gehen. Das ist kein Organisationsfehler, sondern die Natur des Geschäfts: Sie können eine Farbe nicht unterbrechen, weil jemand anruft.
In der Praxis führt das zu einem stillen, dauerhaften Verlust. Anrufer, die nicht durchkommen, hinterlassen selten eine Nachricht. Sie rufen beim nächsten Salon an. Da ein Friseurbesuch ohnehin oft spontan entschieden wird, ist der Kunde in dem Moment verloren, in dem niemand abnimmt, und nicht erst später.
Der zweite Punkt ist die Terminlänge. Wer am Telefon schnell einen Termin einträgt, ohne die richtige Dauer zu hinterlegen, verschiebt das Problem in den Salonalltag: Der Tag gerät in Verzug, alle folgenden Kunden warten. Ein System, das die Dauer je Dienstleistung kennt, macht diesen Fehler nicht.
Der dritte, oft unterschätzte Hebel ist die Wiederkehr. Ein Salon hat in der Kundenkartei fast immer eine dreistellige Zahl von Menschen, die früher regelmäßig kamen und seit Monaten nicht mehr da waren. Eine freundliche, persönlich formulierte Nachricht holt einen Teil davon zurück. Das ist der günstigste Umsatz, den ein Salon machen kann, weil die Kunden bereits da waren.